Das Evariste Galois Archiv

'Tout voir, tout entendre,  ne perdre aucune idée', Evariste 
    Galois, 29/Oct/1831

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Evaristes Kindheit

Evariste Galois wurde am 25. Oktober 1811 in dem kleinen Ort Bourg-la-Reine geboren. Dieser Ort liegt etwa 10 Kilometer südlich von Paris und ist heute ein Vorort der französischen Hauptstadt. In ihrem Haus in der Grande-Rue - heute Avenue du Générale Leclerc genannt - beherbergte die Familie Galois eine Schule, deren Ursprünge sich bis vor der Revolution zurückverfolgen lassen. Wohlstand und Ansehen der Familie fußte in dieser Schule. Sein Vater Nicolas-Gabriel Galois und seine Mutter Adélaïde Marie Demante waren hochintelligent und bestens ausgebildet in den damals bedeutenden Gebieten: Philosophie, klassische Literatur und Religion. In seiner frühen Kindheit zeigte Evariste keinerlei Anzeichen für ein besonderes mathematisches Talent, zumindest sind hierfür keinerlei Belege überliefert. Aber die besondere Fähigkeit seines Vaters Verse zu schmieden ist überliefert. Mit diesen unterhielt er seine Familie und Freunde bei Familienfesten (möglicherweise auch bei anderen Anlässen, aber hierzu gibt es keine Überlieferungen). Man kann sich nur schwer vorstellen, dass diese harmlose Begabung viele Jahre später als Ursache für den Untergang seines Vaters führte. Evariste schien diese Begabung seines Vaters geerbt zu haben, denn seine Kusine Mme. Bénard erinnert sich Jahrzehnte später an die Familienfeste, an denen die Kinder der Großmutter Verse vortrugen, die Evariste geschrieben hatte. Als Evariste zehn war, beschlossen seine Eltern, ihn zu einem Internat nach Reims zu schicken. Evariste hatte die Zulassung für diese Schule mit einem Preisnachlass auf das Schulgeld. Aber dann als die Zeit gekommen war, entschied sich seine Mutter dagegen. Sie hielt ihren Sohn für zu klein und schutzlos, um so weit von zu Hause weggeschickt zu werden. Er durfte weiterhin zu Hause bleiben, das ruhige Familienleben genießen und seine Mutter blieb für ihn ebenso wie für seinen Bruder und seine Schwester die einzige Quelle des Unterrichts. Sie erhielten einen exzellenten Unterricht in Latein und Griechisch, und es wurde auch überliefert, dass sie ihre Skepsis gegenüber allem religiösen an sie weitergegen hatte. Darüber, ob und wie sie einen Mathematikunterricht gestaltet hatte wird nichts gesagt.



Autor: Bernard Bychan; Letzte Änderung am: July 10, 2011


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